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Hochschule Ruhr West, SSG sowie weitere Schulen gründen Netzwerk

Digitalisierung und Informatik werden immer prägender für unser Leben und unsere Gesellschaft. Daraus folgt, dass Schulen sich stärker mit digitalen Inhal­ten auseinandersetzen, den Umgang mit Digitaltechnik lehren und Schüler*innen helfen, moderne Techniken zu verstehen. Rund um das an der HRW ansässige Kompetenzzentrum mint4u hat sich ein Netzwerk aus interessierten Lehrer*innen gebildet, um deutlich mehr digitale Fähigkeiten in den Lehrplan zu integrieren. Es ist deutschlandweit eines von ganz wenigen, das den Einsatz eines speziel­len Microcontrollers an Schulen erprobt.

Zum Netzwerk gehört als bisher einzige Oberhausener Schule das Sophie- Scholl- Gymnasium und weitere Schulen  entlang der Bildungskette aus dem Bottroper Raum, wie die Grundschule Grafenwald, Sekundarschule Kirchhellen, Heinrich-Heine-Gymnasium, Josef-Albers-Gymnasium, Willy-Brandt-Gesamtschule und das Vestische Gymnasium Kirchhellen.

Um einen vereinfachten Zugang zu Digitaltechnik zu bekommen, eignen sich Mikrocontroller. Diese Einplatinencomputer begegnen uns, z. B. in Automaten, Fahrzeugen und Tablets. Sie sind leicht zu programmieren, verhältnismäßig günstig und vorteilhaft für den Schuleinsatz. Die mint4u­Koordinatorin Tanja Lübbers der HRW hat sich schon früh um Calliope mini bemüht. „Als ich zum ersten Mal über diesen Minicomputer gelesen habe, wusste ich, dass dieser unsere Kooperationen mit den Schulen maßgeblich beeinflussen und bereichern würde“, erklärt sie. Durch die enge Kooperation zwischen Lübbers und der MINT- Koordinatorin des Sophie Scholl Gymnasiums Sandra Gruschkuhn benötigte es nur wenig Überzeugungsarbeit, um diesen Mikroprozessor im MINT- Unterricht einzusetzen.

Zusammen mit den Lehrer*innen gründete das zdi-Zentrum mint4u in Bottrop einen Arbeitskreis, welcher seit September den Calliope mini im Unterricht testet. Damit ist das Bottroper Netzwerk bun­desweit eines von ganz wenigen, das den Einsatz des Calliope an Grund- und weiterführenden Schulen erprobt. „Die kleinen sternförmigen Mikrocontroller zeigen ganz offen, was in ihnen und jedem Com­puter steckt, motivieren Schüler*innen, sich mit Spaß dem Thema Informatik zu nähern“, so Lübbers.

Um sich nicht von der Technik beherrschen zu lassen, muss man sie verstehen‘ – ist der Ansatz von Stephan Noller und einem Team, welches den Calliope mini entwickelt hat. Der Minicomputer soll Schülergenerationen auf die digitalisierte Gesellschaft vorbereiten. Diesen Ansatz befürwortet Infor­matikprofessor Dr. Uwe Handmann, Institutsleiter Informatik, und unterstützt damit Lübbers und die Lehrer*innen: „Die Kinder, die heute spielerisch in Schulprojekten Programmieren lernen, sind über­morgen vielleicht unsere nächsten Informatikstudierenden. Denn Erfolg motiviert und schon Pro­grammieranfänger*innen schaffen es in kurzer Zeit, erste Programmierprojekte umzusetzen.“

Geschrieben werden diese Programme in sogenannter Blocksprache. Dabei sind Funktionen bereits in Blöcken zusammengefasst und können wie Puzzleteile aneinandergesetzt werden. Wenn die Paare stimmen, wird der „Code“ bunt hinterlegt. Diese didaktische Unterstützung ermöglicht es, dass auch schon Kinder ab der 3. Klasse erste Programmiererfolge sammeln können.

Projektbeispiel des Sophie-Scholl-Gymnasiums

Am Sophie- Scholl- Gymnasium entschieden sich die MINT- Koordinatorin Sandra Gruschkuhn in Ansprache mit der MINT4u- Koordinatorin Tanja Lübbers für den Einsatz von Bürstenrobotern, die durch den Calliope mini angesteuert wurden. Dieser Bürstenroboter besteht im ursprünglichen Sinne aus einem einfachen Stromkreis, der einen Mini-Motor antreibt, der auf einer Bürste befestigt ist. Dieser Motor wurde durch den Lichtsensor des Calliope mini bei wechselnden Lichtverhältnissen an- bzw. ausgeschaltet.

Die offene Platine ermöglicht das Anfassen elektronischer Elemente. Ohne Gehäuse wird die Hemm­schwelle niedriger, sich mit Elektronik auseinander zu setzen. Vielleicht traut man sich dann eher zu, sein Smartphone zu reparieren oder das Zusammenspiel der Sensoren und Aktoren in der Computer­technik zu hinterfragen. Nach dem Aufspielen des Programms erhalten die Lernenden die direkte Rückmeldung, ob das, was sie programmiert haben, auch funktioniert

In Zukunft will das Netzwerk noch besser zusammenarbeiten und durch regelmäßige Arbeitstreffen ganze Unterrichtsreihen entwickeln und austauschen. Zudem sollen pädagogische Konzepte für die Weiterbildung von Kolleg*innen erarbeitet werden. Die Kultusministerkonferenz unterstützt und for­dert dies von den NRW Schulen. Durch den sogenannten Medienpass sollen die „21st century skills“, welche im Medienpass NRW verankert sind, ab Sommer 2018 verpflichtend für alle 3., 4. und 5. Schuljahre werden. Mit dem Medienpass NRW will die Landesregierung gemeinsam mit der Kul­tusministerkonferenz dafür Sorge tragen, dass in allen Schulen gleichermaßen Kompetenzen zu digita­len Inhalten vermittelt werden. Die HRW sowie das Sophie Scholl Gymnasium und die Bottroper Schulen sind gemeinsam auf einem sehr guten Weg, die Anforderungen des Medienpasses umzusetzen.

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