Bewegende Gedenkfeier für alle Opfer des Nationalsozialismus am 28. Januar 2019

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz und des Internationalen Gedenktages für alle Opfer des Nationalsozialismus fand am 28. Januar 2017 die städtische Gedenkfeier im Hans-Sachs-Berufskolleg statt. Es ist eine bewährte Tradition, dass die Gedenkfeier von der Stadt Oberhausen in Kooperation mit Oberhausener Schulen durchgeführt wird. Im Rahmen der Gedenkfeier erfolgten Ansprachen des Oberbürgermeisters Daniel Schranz und des Schulleiters Marc Bücker. Schüler*innen mehrerer Oberhausener Schulen trugen durch ihre Beiträge zu einer würdigen Gedenkfeier bei.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von sowjetischen Truppen befreit. Dort waren bis zur Befreiung mehr als eine Million Menschen ermordet worden. Die meisten von ihnen waren Kinder, Frauen und Männer, die von den Nationalsozialisten als Juden verfolgt worden waren. Insgesamt ermordeten die Nationalsozialisten über sechs Millionen Juden, Sinti und Roma. Auschwitz wurde zum Synonym für den nationalsozialistischen Massenmord, weil dort so viele Menschen wie an keinem anderen Ort im nationalsozialistischen Machtbereich getötet wurden. 

In seiner Ansprache wies Oberbürgermeister Daniel Schranz darauf hin, dass es der damalige Bundespräsident Roman Herzog war, der 1996 den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus auf den Befreiungstag von Auschwitz legte, um an alle Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns und an die Millionen von Menschen zu erinnern, die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.  

Der Gedenktag will damit unterschiedslos an alle Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Die Notwendigkeit des Gedenkens und der Auseinandersetzung mit dem schlimmsten Kapitel der deutschen Geschichte stellte Oberbürgermeister Daniel Schranz in den Zusammenhang  aktueller politischer Entwicklungen, wie z.B. die zunehmende politische Einflussnahme durch Rechtspopulisten. 

Der Schulleiter des Hans-Sachs-Berufskollegs Marc Bücker ging auf die Bedeutung der Erinnerungskultur in der heutigen Zeit ein. Er wies darauf hin, dass die Weitergabe der Informationen über die Schrecken der NS-Zeit für Jugendliche in den Schulen in der heutigen Zeit wichtig und notwendig ist. 

Im weiteren Verlauf der Gedenkfeier trat eine Musikgruppe des Hans-Sachs-Berufskollegs auf. Der Mittelstufenchor unserer Schule  unter Leitung von Vera Hoffmann sang vor dem gebannten Publikum gefühlvolle Friedenslieder. Das Theater Oberhausen ermöglichte im Rahmen eines Workshops Schüler*innen der Oberstufen weiterführender Schulen einen szenischen Beitrag zu realisieren, welcher Themen wie Antisemitismus, Widerstand, Krieg und Frieden beinhaltete. Daran waren auch Mitglieder unserer Theater-AG beteiligt.

Die Antifa-AG des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums setzte sich in ihrem Beitrag mit dem heute immer noch anzutreffenden Antisemitismus auseinander. „Wir stehen hier, damit die Jahre des Hasses und der Unterdrückung Geschichte bleiben“ sagte eine Schülerin der AG und  sprach damit eine Verantwortung an, die wir alle tragen und die wir von Generation zu Generation weitergeben müssen. Alle Schülerbeiträge erhielten viel Beifall, denn sie bereicherten die insgesamt gelungene und würdige Gedenkfeier und regten zum Nachdenken an. 

Im Anschluss an die Gedenkfeier im Hans-Sachs-Berufskolleg wurde für Schüler*innen  Oberhausener Schulen eine Inszenierung  von „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers im Theater der Stadt Oberhausen aufgeführt. 

 

 

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