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Lesung am Sophie-Scholl-Gymnasium

„Vorbilder sind etwas sehr intimes“


Rund um das wichtige Thema Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage finden am Sophie-Scholl-Gymnasium zahlreiche Veranstaltungen statt. Diesmal sprachen Autorin Susi Lilienfeldt und Musiker sowie Autor Zepp Oberpichler vor den Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase über ihre eigenen Vorbilder. Jens Dirksen, Kulturchef der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, moderierte das Gespräch in entspannter Atmosphäre.

 

Zwischen den Gesprächsstunden lockerte Oberpichler die Veranstaltung mit Songs seiner Lieblingsband The Who auf und sorgte mit seinem Gitarrenspiel für offene Münder bei den Schülerinnen und Schülern. Ohnehin erwies sich die Wahl der Vorbilder der anwesenden Autoren für die Jugendlichen als ungewöhnlich: Sportler, Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen oder Influencer wurden nicht genannt.

 

Susi Lilienfeldt berichtete eindrucksvoll über die den meisten wohl unbekannte Stephanie Shirley, die sich als Pionierin für Frauen in der IT-Branche einen Namen machte. Der Weg von Stephanie Buchthal begann mit der Flucht vor den Nationalsozialisten, ehe sie sich in Großbritannien den Männernamen „Steve“ gab, um in der von Männern dominierten Geschäftswelt der 1960er Jahre ernst genommen zu werden. Heute sie ist nicht nur die drittreichste Frau Großbritanniens, auch viele ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind inzwischen Millionäre geworden. 2017 wurde Stephanie Shirley für ihre umfangreichen gemeinnützigen Taten in den „Order of the Companions of Honour“ aufgenommen.

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Zepp Oberpichler erzählte anschaulich, wieso ausgerechnet der weltbekannte Gitarrist Pete Townshend („The Who“) sein Vorbild wurde – und das, als er gerade einmal zehn oder elf Jahre alt war. So war es dann auch nur naheliegend, die Songs seines Vorbildes mit der Wanderklampe zum Besten zu geben.

 

In der anschließenden Diskussionsrunde zeigte sich einmal mehr, dass es für die Jugendlichen durchaus schwer ist, über eigene Vorbilder zu sprechen. So stellten die Schülerinnen und Schüler mehr und mehr Fragen an die Autorenrunde, als über ihre eigenen Vorbilder zu sprechen. Dies sei aber, so konstatierte Jens Dirksen resümierend, nichts verwunderliches, denn Vorbilder seien schließlich etwas sehr Intimes.

 

Im schön gebundenen „Vorbilderbuch“ präsentieren Autorinnen und Autoren 30 Vorbilder auf 240 Seiten. Verlag Henselowsky Boschmann, 9,90 Euro, ISBN 978-3-942094-95-5.

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