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75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz

Schülerinnen und Schüler der Q2 des Sophie-Scholl-Gymnasiums engagierten sich mit zwei gelungenen Beiträgen an der Gedenkfeier der Stadt Oberhausen für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2020.

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz und des Internationalen Gedenktages für alle Opfer des Nationalsozialismus fand am 27. Januar 2020 die städtische Gedenkfeier im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium statt. Es ist eine bewährte Tradition, dass die Gedenkfeier von der Stadt Oberhausen in Kooperation mit Oberhausener Schulen durchgeführt wird. 2020 02 10 01 IMG 4886 resized

Am 27. Januar 1945 hatten Einheiten der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau erreicht und rund 7500 noch lebende Häftlinge befreit. Dort wurden bis zur Befreiung mehr als eine Million unschuldige Menschen ermordet. Insgesamt ermordeten die Nationalsozialisten über sechs Millionen Juden, Menschen mit Behinderung, Kriegsgefangene, Homosexuelle, Sinti und Roma, politisch und religiös Verfolgte.

Die Gedenkfeier wurde mit dem Musikstück „Dona, dona“ von der Musikklasse des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums eröffnet und es folgte eine Begrüßung durch den Schulleiter Uwe Bleckmann. In seiner Rede betonte Herr Bleckmann die Aufgabe der Erziehung, welche einen Ausweg für Hass und Verfolgung durch Selbstreflexion und Aufklärung bieten soll.

Im Rahmen der Gedenkfeier erfolgte anschließend eine Ansprache des Bürgermeisters Broß, der einen Bezug zu Roman Herzogs Zitat herausstellte, indem er darauf hinwies, dass das Erinnern nicht aufhören darf, denn ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft. Um aus der Geschichte zu lernen, forderte er dazu auf, sich zu erinnern, wachsam zu sein und Ressentiments mutig entgegen zu treten. 

2020 02 10 02 IMG 4887 resizedDie Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Pädagogik der Q2 erarbeiteten unter der Leitung von Frau Mahmutagic-Zecak die Ansichten Theodor W. Adornos zur Erziehung nach Auschwitz und präsentierten sie dem Publikum. Adornos Meinung nach, sei die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, die allererste an Erziehung. Die Schülerinnen Aleyna Karakoc, Anne Burja, Leoni Schwips, Diana Stoll und der Schüler Nils Hermosin Bongers betonten, dass die Erziehung nach Auschwitz auch heute in den Schulen aufgrund des wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft von großer Bedeutung sei.

Unter der Leitung von Frau Vogel berichteten Schülerinnen und Schüler der Q2 des Sophie-Scholl-Gymnasiums von ihrer Studienfahrt nach Auschwitz. Es ist bereits Tradition, dass einige Schülerinnen und Schüler, die an der seit 2016 jährlich stattfindenden Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teilgenommen haben, ihre Gedanken, Emotionen und Eindrücke mit dem Publikum teilen. Dieser Aufgabe widmeten sich stellvertretend für den Projektkurs Tabea Kuhlmann, Gordan Tadic, Sinah Bellut und Nick Ingenfeld.2020 02 10 02 IMG 4887 resized

Ihre Erlebnisse haben sie in Form einer Präsentation verarbeitet und dargestellt: Schreckliche Bilder aus dem Arbeits- und Konzentrationslager sollen den Zuschauern die Schrecken des Nationalsozialismus aufzeigen. Die trügerische Wahrnehmung des Ortes, der „so idyllisch wirkt“, wenn man nicht die Verbrechen und Tragik dahinter versteht, hat die Schülerinnen und Schüler beschäftigt. Tabea Kuhlmann machte zum anderen auf das Schicksal des Fotografen Wilhelm Brasse aufmerksam. Als die Rote Armee nach Auschwitz kam, rettete er die Fotos der ermordeten Häftlinge, um „den Opfern ein Gesicht zu geben“.

Die Schulband des Elsa-Brändström-Gymnasiums sang zum Abschluss der würdigen Gedenkveranstaltung „Irgendwo auf der Welt“.

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