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Kurzbiographie Sophie Scholl

Kurzbiographie Sophie Scholl

Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg am Kocher (heute Baden-Württemberg) geboren. Seit 1932 besuchte sie die Mädchen-Oberrealschule in Ulm. 1940 bestand sie die Reifeprüfung. Ihr Studium der Biologie und Philosophie in München nahm Sophie Scholl im Mai 1942 auf, nachdem sie eine Ausbildung als Kindergärtnerin abgeschlossen hatte. sophie schollIhr Bruder Hans Scholl, Medizinstudent in München, machte sie mit Christoph Probst, Alexander Schmorell und Willi Graf bekannt. Die vier Freunde hatten sich zur Organisation Weiße Rose zusammengeschlossen und leisteten Widerstand gegen das Hitler-Regime. Nachdem Sophie Scholl die Aktivitäten ihres Bruders bemerkt hatte, schloss sie sich der Gruppe an. Insgesamt wurden sechs Flugblätter, die sich gegen die nationalsozialistische Herrschaft richteten, verfasst. Zudem versuchten die Freunde die Widerstandsbewegung zu vergrößern. Am 18. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl beim Verteilen des sechsten Flugblattes in der Münchener Universität verhaftet. Das Todesurteil verkündete am 22. Februar 1943 der Präsident des Volksgerichtshofes, Roland Freisler. Sophie Scholl - 21 Jahre alt - wurde noch am selben Tag hingerichtet, weil sie auf ihren freiheitlichen Grundsätzen beharrte.

 

Die Weiße Rose

Sophie Scholl setzt sich in den schweren Zeiten der nationalsozialistischen Diktatur für die Grundrechte der Menschen ein. In ihren Flugblättern verdeutlicht die Weiße Rose ihre demokratischen Ziele. Ihre Ideen - stark von der Philosophie beeinflusst - haben auch heute noch Vorbildcharakter. „Ein Staat kann nicht rein theoretisch konstruiert werden, sondern er muss ebenso wachsen, reifen wie der einzelne Mensch" (3. Flugblatt). Der Grundsatz des Staates muss die Gerechtigkeit weisse rose1und das Wohl aller sein. „Der Staat soll eine Analogie der göttlichen Ordnung darstellen, und die höchste aller Utopien, die CIVITAS DEI, ist das Vorbild, dem er sich letzten Endes nähern soll" (3. Flugblatt). Der einzelne Mensch hat einen Anspruch auf einen brauchbaren und gerechten Staat, „der die Freiheit des einzelnen als auch das Wohl der Gesamtheit sichert. Denn der Mensch soll nach Gottes Willen frei und unabhängig im Zusammenleben und Zusammenwirken der staatlichen Gemeinschaft sein natürliches Ziel, sein irdisches Glück in Selbständigkeit und Selbsttätigkeit zu erreichen suchen" (3. Flugblatt). „Jede zentralistische Gewalt (...) muss im Keime erstickt werden" (3. Flugblatt). Nur eine föderalistische Staatenordnung ist erstrebenswert.

Die Weiße Rose lehnt den imperialistischen Machtgedanken, von welcher Seite er auch kommt, entschieden ab. In ihrem fünften Flugblatt bringt die Organisation ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass eine energische Zusammenarbeit der europäischen Völker den Weg in die Zukunft weisen wird.

In ihren Schriften erinnert die Weiße Rose immer wieder an die Grundrechte der Menschen: „Freiheit der Rede, Freiheit des Bekenntnisses, Schutz des einzelnen Bürgers vor der Willkür verbrecherischer Gewaltstaaten, das sind die Grundlagen des neuen Europa" (5. Flugblatt).

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