Was ist InterTWINed?

Europa wächst immer weiter zusammen. Durch schnellere Verkehrsmittel oder leistungsfähigere Kommunikationsmöglichkeiten schwinden Distanzen, und die Welt scheint zu einem kleineren Ort zu werden. Doch auch in dieser neuen Zeit gibt es Kontraste, Widersprüche und unterschiedliche Wesensmerkmale zwischen den einzelnen europäischen Staaten und Kulturen. Gegenseitige Voreingenommenheiten bestimmen das Bild des jeweils anderen, und es mangelt weiterhin an Verständnis für die einzelnen Mentalitäten: „Italiener sind oft …; die Engländer sind alle …; Ostdeutsche haben immer …; die Iren sind dauernd …; Westdeutsche sind anders als …“

Durch einen auf Theaterspiel basierenden Austausch soll es Jugendlichen ermöglicht werden, zueinander zu finden, Gedanken auszutauschen und internationale, europäische Freundschaften zu schließen. Unser ausdrückliches Ziel ist es, Grenzen und Mauern zu überwinden, Grenzen, die als rote Linien zwischen Ländern existieren, und Mauern, die in den Köpfen der Menschen lebendig geblieben sind. Dabei setzen wir auf eine aufgeklärte, vorurteilsfreie und kreative europäische Jugend.

Denn das Europa der Zukunft ist ein Europa der gemeinsamen Interessen; es ist ein Europa gemeinsamer Problembewältigung; ein Europa des gemeinsamen Lebens. Mit diesem Projekt möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, Europa tatsächlich zu dem „einheitlichen Europa“ werden zu lassen, welches wir alle anstreben.

 

Das Projekt  

Seit dem Jahr 2000 gibt es einen städtepartnerschaftlichen Theateraustausch zwischen Gelsenkirchen und Cottbus. Theatergruppen beider Städte reisen mit ihren Stücken hin und her, sind bei Gastfamilien in Cottbus und Gelsenkirchen zu Hause und erkunden die neue Umgebung. Auf dieser Basis entwickelte sich ein internationaler Jugendaustausch, der 2010, im Kulturhauptstadtjahr Europas, in einem international besetzten Jugendtheaterfestival gipfelte – acht Gruppen aus sieben Ländern mit sechs Sprachen trafen sich eine Woche lang im Gelsenkirchener Consol-Theater.

Seit dem Schuljahr 2013/14 gibt es ein partnerschaftliches Dreieck, Jugendliche vom Sophie-Scholl-Gymnasium aus Oberhausen, vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium aus Gelsenkirchen und aus Cottbus präsentieren in den jeweils anderen Städten ihre Produktionen. Die Cottbuser wohnen dabei bei Gastfamilien in Gelsenkirchen und Oberhausen, die beiden Gruppen aus dem Ruhrgebiet reisen jeweils im Winter zum Gegenbesuch in die Lausitz und werden ebenfalls privat untergebracht. Vor diesem Hintergrund möchten wir das Festival „InterTWINed“ aus dem Kulturhauptstadtjahr, das im März 2012 bereits in Newcastle-upon-Tyne in England seine Neuauflage erfuhr, im September/Oktober 2015 in Gelsenkirchen und Oberhausen neuerlich aufleben lassen, ein Festival mit Gruppen aus England, Estland, Irland, Italien und Norwegen sowie aus Cottbus, Gelsenkirchen und Oberhausen. Die etwa 120 Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren werden sich im Rahmen des Festivals gegenseitig ihre Produktionen vorstellen und besprechen das Gesehene in durchmischten Gruppen. In denselben Gruppen werden, verteilt über das gesamte Festival, Workshops stattfinden, um einen möglichst großen Diffusionseffekt zu erreichen. In diesen Workshops, angeleitet von professionellen Künstlern aus verschiedenen europäischen Ländern, werden kreativ und thematisch Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Vorurteile von Europäern über Europäer bearbeitet. Die Ergebnisse der Workshops sollen an einem abschließenden Präsentationstag in der Gelsenkirchener und Oberhausener Öffentlichkeit gezeigt werden. Um im Ergebnis eine möglichst große Vielfarbigkeit zu erzielen, werden wir in den Workshops mit verschiedenen Theaterformen (Pantomime, Tanz, Clownstheater, Objekttheater etc.) arbeiten.

Die Teilnehmerinnen und –nehmer des Festivals werden, soweit umsetzbar, in Gastfamilien untergebracht. Damit wollen wir die Oberhausener und Gelsenkirchener Bevölkerung integrieren und eine breitere Grundlage für Austausch und Begegnung schaffen. Vorgesehen ist weiterhin, dass das Festival nach einem hoffentlich erfolgreichen Verlauf 2017 in einer weiteren europäischen Stadt stattfinden soll.

Unsere Partner kommen zu diesem Zeitpunkt, wie bereits oben benannt, aus England, Estland, Irland, Italien und Norwegen, sowie innerdeutsch aus Cottbus und Gelsenkirchen.

 

Eine gemeinsame Identität stiften

Es gibt sicher eine Vielzahl guter Argumente, die ein „Theaterfestival der Jugend“ begründen und tragen. Einige sollen hier kurz aufgelistet werden:

  • Wir schaffen Partnerschaften und stiften Freundschaften über viele Grenzen hinweg (dies auch schon aus Erfahrungen in der Vergangenheit)
  • Die Teilnehmerinnen und –nehmer des Festivals, seine Zuschauer und Besucher, schließlich die Schülerinnen und Schüler des Sophie-Scholl-Gymnasiums (Oberhausen) und des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums (Gelsenkirchen) lernen eine Menge über die Kulturen, Sitten, Sprachen, Menschen und Länder Europas
  • Sprachbarrieren können durch die Ausdrucksformen des Theaters überwunden werden
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede können neu entdeckt werden, die Jugendlichen lernen die „third domain“ im Sinne interkulturellen Lernens kennen
  • Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, Vorurteile oder gar Stigmatisierungen zu erkennen und sich darüber auszutauschen
  • Wir wollen eine europäische Identität stiften, die das Akzeptieren regionaler Besonderheiten einschließt
  • Über das Medium Theater machen die jungen Menschen gemeinsame Erfahrungen und gewinnen gemeinsame Eindrücke. Sie schaffen sich eine gemeinsame Identität und Geschichte in einem vereinten Europa

Vertretungsplan und Klassenarbeiten

 
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Vertretungsplan
für die gesamte Schule
Übersicht der Klassenarbeiten
in der SEK I

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