Religion

Religion – kein selbstverständliches Fach – oder doch?

 

Der christliche Glaube ist in unserer Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Viele, nicht nur junge Menschen, begegnen ihm eher mit Desinteresse, er scheint ihnen für ihr Leben nichts zu bringen.

Eine ablehnende Haltung findet sich vor allem bei denen, die eine große Diskrepanz zwischen dem Bedürfnis nach genauem, nachprüfbarem Faktenwissen und dem, was der Glaube anbietet, empfinden. Unsicherheit macht sich auch unter den Jugendlichen breit, die sich eigentlich als christlich geprägt ansehen: Ist es nicht eine Illusion, ein schönes Trugbild, dem wir als Christen nachlaufen?

Dann wieder die Bilder vom Deutschen Evangelischen Kirchentag, der gerade in Bremen stattgefunden hat, vom Besuch Papst Benedikts XVI. 2005 in Köln: besonders Jugendliche strömen dorthin, feiern begeistert, erfahren die Gemeinschaft mit anderen als bereichernd und beglückend. Viele sehen in ihrem Glauben eine wichtige, vielleicht sogar die wichtigste Sache in ihrem Leben.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Religionsunterricht amSSG ist sicher keine Missionsveranstaltung. Aber er hat natürlich etwas mit christlichen Überzeugungen zu tun und vertritt diese als Angebot – an alle!

Einzige Voraussetzung:
Interesse und Ernsthaftigkeit, Offenheit und Toleranz.

Natürlich geht es hier um Verhalten und Haltung und um Glaubensfragen, doch zunächst einmal ist Religion ja ein wissenschaftliches Fach wie andere Fächer auch. Von daher steht in der SI im Vordergrund die Vermittlung von (Grund-)Wissen – in einer Zeit, in der immer weniger Kinder dies mitbringen. Die in den Jahrgängen aufeinander aufbauenden Bereiche behandeln:

  • die Schriften des Alten und Neuen Testaments
  • Kirchengeschichte
  • Kirchliches Leben – Gemeinschaft der Glaubenden
  • Christen in der Nachfolge
  • Ethik / Anthropologie: Maßstäbe verantwortlichen Handelns aus christlicher Motivation
  • Religionen / Konfessionen

Zum Komplex „Lernen lernen“ werden von Anfang an wichtige Beiträge durch die Einübung methodischer Kompetenzen geleistet: neben der Vermittlung von Arbeitstechniken zur Erschließung von Sachtexten und biblischen Quellen bilden kooperative Arbeitsformen einen Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit. In Partner- und Gruppenarbeit, beim Stationenlernen und durch Projekte wird der Anspruch des Religionsunterrichtes, zum Miteinander zu führen, direkt erfahrbar gemacht. Daneben haben Rollenspiele und das Bibliodrama ihren festen Platz im Unterricht.

Religion – kein selbstverständliches Fach – aber vielleicht ein selbst-verständliches?

In kaum einem anderen Unterrichtsfach ist es in so großem Maße möglich, wichtige Lebensfragen zu diskutieren, sich mit den eigenen Vorstellungen, Wünschen und Ängsten auseinanderzusetzen - und dabei zu erfahren, welche Angebote und Wege der christliche Glaube aufzeigt.

Hat Religion eine Bedeutung, die über die eigene Überzeugung hinausgeht? Dazu ein kleiner Ausflug in grundsätzliche Überlegungen:

kulturhistorisch: Das Christentum hat einen außerordentlich prägenden Einfluss auf unsere geistigen Grundlagen. Erst die Kenntnis davon gibt uns die Fähigkeit, unsere Gesellschaft und Politik, unsere Kunst und Geschichte zu verstehen. Über andere Religionen und Weltdeutungen informiert zu sein, ist in unserer „globalisierten“ Welt unerlässlich.

gesellschaftlich: Alles kann gezählt, geregelt, verwaltet, erklärt werden – Meine individuellen Bedürfnisse sind wichtiger als ethische Werte: Dies scheinen zunehmend die Faktoren zu sein, die unser gesellschaftliches Leben bestimmen.
Der Religionsunterricht lädt zur Diskussion dieser Haltungen ein; so gelingt es ihm, sensibel zu machen dafür, ob gängige Selbstverständlichkeiten in unserer Gesellschaft berechtigt sind.

anthropologisch: Vor allem thematisiert der Religionsunterricht die Frage nach Grund und Ziel des Menschen. Er möchte dabei helfen, dass unser Leben glückt und dass wir unsere Rolle und Aufgabe in der Gemeinschaft und im persönlichen Bereich angemessen sehen und wahrnehmen können.

In diesem Sinne möchten wir, die ReligionslehrerInnen des Sophie-Scholl-Gymnasiums,

unseren Beitrag leisten und alle interessierten SchülerInnen

herzlich zum Religionsunterricht einladen

Zusätzliche Angebote und Aktivitäten

Religionsunterricht findet nicht ausschließlich im Klassenraum statt; angegliedert an die jeweiligen Unterrichtsthemen sind Veranstaltungen außerhalb der Schule möglich, z. B.:

  • Besuch der Propsteikirche St. Clemens/der Friedenskirche, Planung und Durchführung eines (ökumenischen) Gottesdienstes
  • Teilnahme an Angeboten der Jugendkirche TABGHA
  • Exkursion zum Jüdischen Museum in Dorsten
  • Besuch der Kirche einer anderen Konfession (katholisch/evangelisch/orthodox)
  • Fahrt zum Museumspark Orientalis bei Nimwegen
  • Besuch einer Synagoge oder Moschee
  • Tage der religiösen Orientierung in der SII

Vertretungsplan und Klassenarbeiten

 
https://ssg-oberhausen.de/vertretungsplan.html https://ssg-oberhausen.de/vertretungsplan/klassenarbeiten.html
Vertretungsplan
für die gesamte Schule
Übersicht der Klassenarbeiten
in der SEK I

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