Kein Abschluss ohne Anschluss
am SOPHIE
KAoA – „Kein Abschluss ohne Anschluss" ist das nordrhein-westfälische Landesprogramm zur Berufs- und Studienorientierung. Bei uns ist die Berufsorientierung ein jahrgangsstufenübergreifender, flächendeckender Prozess mit dem Ziel, allen Schüler:innen schulische oder berufliche Anschlüsse zu ermöglichen.

Berufsorientierung als roter Faden
Der Prozess der Berufsorientierung ist ein jahrgangsstufenübergreifender und flächendeckender Prozess mit dem Ziel, schulische oder berufliche Anschlüsse zu ermöglichen. Er setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen, die alle ineinandergreifen, um die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Landesvereinbarung KAoA auf ihrem Berufsweg zu unterstützen.
Die einzelnen Standardelemente sind den jeweiligen Jahrgangsstufen zugeordnet: vom „Potenziale entdecken" über das Erproben der Praxis der Arbeitswelt bis zum Erkunden von Hochschulen und Studienwegen. Schritt für Schritt werden so Entscheidungen konkretisiert und die Übergänge gestaltet – damit alle am Ende ihrer Schullaufbahn möglichst sicher in ihre berufliche Zukunft starten.
Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule–Beruf in NRW gestalten.
Landesprogramm Nordrhein-Westfalen
Die Bausteine von KAoA
Die Berufsorientierung unterscheidet mehrere Bausteine, die ineinander greifen und den jeweiligen Jahrgangsstufen zugeordnet sind.
Jahrgang 9
Potenziale entdecken
Eine handlungsorientierte Potenzialanalyse bei einem externen Partner – die eigenen Stärken und Potenziale entdecken.
Jahrgang 9–10
Praxis der Arbeitswelt erproben
Drei Berufsfelderkundungen und ein zweiwöchiges Betriebspraktikum geben erste praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt.
Jahrgang 10
Entscheidungen konkretisieren
Erste berufliche Entscheidungen konkretisieren und die Übergänge nach der Sekundarstufe I bewusst gestalten.
Q-Phase
Hochschulen & Studienwege erkunden
Studienwege und Hochschulen erkunden – begleitet von Workshops zur Standortbestimmung und Entscheidungskompetenz.
vorrangig Q2
Übergänge gestalten
Bewerbungstraining und konkrete Vorbereitung auf den Übergang in Studium und Beruf.
So läuft die Berufsorientierung am SOPHIE
Von der Potenzialanalyse bis zum Bewerbungstraining – die einzelnen Bausteine und Angebote im Überblick.
Maßnahmen im Überblick – was wann passiert
Girls/Boys Day – Jahrgangsstufe 8 bis Q2
Stärkung beruflicher Kompetenzen im Fachunterricht – Jahrgangsstufe 5 bis Abitur
Berufswahlapp – Jahrgangsstufe 9
Berufe entdecken (Potenzialanalyse) – Jahrgangsstufe 9
3 Berufsfelderkundungen – Jahrgangsstufe 9
Anschlussvereinbarung – Jahrgangsstufe 9
BIZ-Besuch – Jahrgangsstufe 9
2-wöchiges Praktikum – Jahrgangsstufe 10
Wöchentliches Beratungsangebot der Bundesagentur für Arbeit – für alle zugänglich, verstärkt für die Oberstufe
Workshops zur Standortbestimmung und Entscheidungskompetenz – EF bis Abitur
Kompetenzen-Check der Universität Dortmund – EF
„Abi… und dann?" (Bundesagentur für Arbeit) – Q1
Berufsvorstellungen durch den Rotary Club – Q1
Vocatium-Bildungsmesse – Q1
Bewerbungstraining – Q2
Universitätstag – Q2
Sekundarstufe I: Berufe entdecken (Potenzialanalyse, Jg 9)
Beim ersten Standardelement setzen sich die Schüler:innen in der Jahrgangsstufe 9 bei einem von der Bezirksregierung gewählten externen Partner handlungsorientiert mit ihren Stärken und Potenzialen auseinander. Beobachtet werden personale, soziale, methodische und berufliche Kompetenzen. Die Ergebnisse werden in einem individuellen Auswertungsgespräch besprochen – ohne konkrete Empfehlungen, nur als Hinweise und Impulse zu möglichen Potenzialen.
Sekundarstufe I: Berufsfelderkundung (Jg 9)
Vertiefend dienen drei Tage der Berufsfelderkundung der Orientierung: An drei Tagen lernen die Schüler:innen in drei verschiedenen Betrieben je ein Berufsfeld vor Ort kennen. Dabei geht es nicht um eine Festlegung, sondern um erste praktische Erfahrungen und Denkanstöße – aufbauend auf den Ergebnissen der Potenzialanalyse.
Sekundarstufe I: Betriebspraktikum (Jg 10)
In Klasse 10 folgt ein selbstgewähltes zweiwöchiges Praktikum in einem Betrieb. Die Schüler:innen gewinnen ein detailliertes Verständnis von Arbeitsabläufen und -tätigkeiten und können ihre Eignung erproben. Vor- und Nachbereitung sind fester Bestandteil; im Anschluss entsteht ein reflektierender Praktikumsbericht.
Sekundarstufe II: Workshops zur Berufs- und Studienwahl
Standortbestimmung (EF): Die Schüler:innen reflektieren ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen, entwickeln in einem Stationslauf persönliche Zukunftsvorstellungen und vergleichen Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Entscheidungskompetenz I (Q1): Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sichtweisen auf die eigene Person, Formulierung beruflicher Vorstellungen und die Bedeutung beruflicher Alternativen für eine flexible Zukunftsplanung.
Bewerbungstraining (Q2): Der gesamte Bewerbungsprozess – von der Stellensuche über vollständige Bewerbungsunterlagen bis zu Vorstellungsgesprächen – unterstützt durch externe Partner aus der Arbeitswelt mit direktem Feedback zu Unterlagen und Auftreten.
Begleitung durch die Bundesagentur für Arbeit
Die Bundesagentur für Arbeit ist ständiger Ansprechpartner der Schule und begleitet die Schüler:innen im Prozess der Berufsorientierung. Dazu finden wöchentliche Sprechstunden mit einer Mitarbeiterin der BA in der Schule statt. Sie steht mit der schulischen Berufsberatung in ständigem Austausch und bietet – passend zur jeweiligen Phase und zu den Wünschen der Schüler:innen – konkrete Unterstützungsmöglichkeiten an.
Unsere Studien- und Berufsberaterin Frau Marta Dudek ist jeden Dienstag im Raum OS15 persönlich erreichbar – kostenlos, vertraulich und ergebnisoffen. Mehr zur Berufsberatung am SOPHIE ›
Kooperationspartner
Am SOPHIE gibt es zahlreiche Kooperationen, die unmittelbar mit der Berufsorientierung zusammenhängen:
Technische Universität Dortmund: In der EF führt der Partner mit jeder Schülerin und jedem Schüler einen Test zur kognitiven Leistungsfähigkeit durch (im Folgejahr erweitert). Rückgemeldet werden u. a. allgemeine intellektuelle Fähigkeiten, schlussfolgerndes Denken, verbale Fähigkeiten, Konzentrationsfähigkeit und berufliche Interessensbereiche.
vocatium Ruhrgebiet: Die Q1 besucht die Fachmesse „vocatium für Ausbildung und Beruf" in Duisburg und nimmt an vorab koordinierten Informationsveranstaltungen, Bewerbungstrainings und -gesprächen teil.
Rotary Club Oberhausen: Gemeinsam mit drei weiteren Oberhausener Gymnasien werden an einem Samstagvormittag Berufsfelder von Menschen vorgestellt, die selbst darin arbeiten – mit direktem Einblick in den Arbeitsalltag (Angebot für die Q1).
Weitere Partner: Bundesagentur für Arbeit sowie Universität Duisburg-Essen und Hochschule Ruhr West.